1971 - 1980
(0-0)


(1-1) Mitte des Jahres 1970 k├╝ndigte der Wehrleiter Josef Radermacher bei einer Versammlung an, dass er sein Amt als Wehrleiter, das er vor 4 Jahren ├╝bernommen hatte, zum 31.12.1970 abgeben w├╝rde. Unterbrandmeister Karl Sion, seit Mai 1962 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, wurde als neuer Wehrleiter vorgeschlagen und mit Mehrheit von den Versammlungsmitgliedern gew├Ąhlt. Um die G├╝ltigkeit der Wahl zu best├Ątigen, musste eine Anh├Ârung der Wehr durch den damaligen Kreisbrandmeister Hubert Hennes erfolgen. Die Richtigkeit der Wahl wurde bei einer erneuten Mitgliederversammlung - mit nur einer Stimmenthaltung - best├Ątigt. Damit stand fest, dass Karl Sion ab 1. Januar 1971 Wehrleiter der Gemeinde Eilendorf wurde.

(2-0) Die Niederschrift ├╝ber die erste Versammlung der Wehr legte Karl Sion den Wehrmitgliedern umgehend vor.

(2-1) Bis zur Amts├╝bernahme am 1. Januar 1971 absolvierte Karl Sion an der Landesfeuerwehrschule in M├╝nster die Lehrg├Ąnge "Brandmeister und Hauptbrandmeister" mit Erfolg. ├ťber Ausnahmegenehmigungen wurde er innerhalb von knapp zwei Jahren vom Unterbrandmeister zum Hauptbrandmeister bef├Ârdert. Ende 1971 ehrte ihn der Kreisfeuerwehrverband Aachen mit der "Goldenen Ehrennadel".
Am 6. Dezember 1971 legte Karl Sion, als Wehrleiter, den Mitgliedern der (Noch)-Feuerwehr Eilendorf seinen ersten und letzten Jahresbericht mit etwas Wehmut vor.

(2-2)

(2-3) Durch das "Gesetz zur Neuregelung der Gemeinden und Kreise (Aachen-Gesetz)" vom 14. Dezember 1971, das am 1. Januar 1972 in Kraft trat, wurden die Gemeinden Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelim├╝nster, Laurensberg, Richterich und Walheim Stadtteile der Stadt Aachen.

(2-4) Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurde aus der

Freiwilligen Feuerwehr Eilendorf

die

Freiwillige Feuerwehr
der Stadt Aachen
L├Âschzug Eilendorf

(2-5) Oberstadtdirektor Dr. Anton Kurze wurde aufgrund des Gesetzes Vorgesetzter der gesamten Aachener Feuerwehr (Berufs- und Freiwillige Feuerwehr) und Brandassessor Dipl.-Ing. Joachim Starke Amtsleiter. Alle Wehrleiter der fr├╝heren Gemeinden wurden L├Âschzugf├╝hrer der jeweiligen Stadtteile.

(3-1) Hauptbrandmeister Karl Sion wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1972 zum L├Âschzugf├╝hrer des L├Âschzuges Eilendorf ernannt.

(3-2) Die Freiwillige Feuerwehr Aachen bestand jetzt aus dem L├Âschzug Aachen-Stadt und den sieben neuen L├Âschz├╝gen der eingemeindeten Stadtteile. Hinzu kamen sp├Ąter die neu gegr├╝ndeten L├Âschz├╝ge Aachen-Mitte, Sief und Verlautenheide, sodass sich die Freiwillige Feuerwehr Aachen nun aus elf L├Âschz├╝gen zusammensetzte.

(3-3)

(4-1) Der L├Âschzug Eilendorf z├Ąhlte bei der Eingemeindung zu Aachen rund 55 Mitglieder. Er war ein wesentlicher Bestandteil der Aachener Feuerwehr mit entsprechendem Einsatzwert. Karl Sion, in seiner Funktion als L├Âschzugf├╝hrer, appellierte an die Mannschaft, sich gegen├╝ber der neuen Wehrleitung und den Mitgliedern anderer L├Âschz├╝ge, fair, diszipliniert und kameradschaftlich zu verhalten.

(5-1) Aufgrund von Neubauma├čnahmen, die in den Jahren 1969 ÔÇô 1972 durchgef├╝hrt wurden, hatte der L├Âschzug Eilendorf in Aachen die modernsten Unterk├╝nfte und Fahrzeughallen.

(6-1) Dass die fr├╝here Feuerwehr Eilendorf ├╝ber eine gute und komfortable Ausstattung und Ausr├╝stung verf├╝gte, war dem Umstand zu verdanken, dass der damalige Gemeindedirektor Heinrich Thomas - anders als die meisten anderen fr├╝heren Gemeindedirektoren des alten Landkreises Aachen - seiner Ortsfeuerwehr pers├Ânlich sehr verbunden war. Dies wurde bei seiner Verabschiedung auch deutlich zum Ausdruck gebracht.

(6-2) Nachdem 1967/68 feststand, dass die Gemeinde Eilendorf ein Stadtteil von Aachen wurde, f├Ądelte Leo Frings, mit Unterst├╝tzung von Hans Plum, beide Gemeinderatsmitglieder der CDU, einen Gemeindelandverkauf an die Stadt Stolberg ein, um mit dem Erl├Âs Projekte finanzieren zu k├Ânnen, die die Stadt Aachen wahrscheinlich nicht durchgef├╝hrt h├Ątte. Der Verkauf war problematisch, aber er gelang. Die Eilendorfer Feuerwehr hatte durch den Gemeindelandverkauf einen gro├čen Nutzen, was die damalige SPD Fraktion verhindern wollte. Die Finanzierung der Neubauten an der Von-Coels-Stra├če und die Anschaffung der neuen Fahrzeuge, war nur durch dieses "Husarenst├╝ck" m├Âglich.

            

(7-1) Bei einem Festabend, zu dem der Gemeindedirektor Heinrich Thomas eingeladen hatte, wurde am 8. Januar 1971 der fr├╝here Wehrleiter Josef Radermacher und sein Stellvertreter Josef Contzen offiziell verabschiedet und Karl Sion als neuer Wehrleiter vorgestellt.

(7-2) Am Rosenmontag des Jahres 1971 musste in der Rochusstra├če (heute Breitbendenstra├če) ein Zimmerbrand gel├Âscht werden, durch den ein Bewohner des Hauses schwere Verbrennungen erlitt, die eine Einlieferung ins Krankenhaus erforderlich machten.

(7-3) Unter der ├ťberschrift "In zehn Tagen zehnmal Alarm" berichtete die Presse am 10.05.1971 ├╝ber die H├Ąufigkeit der Eins├Ątze. Die Eins├Ątze konnten, dank der guten Ausbildung, problemlos und fachgerecht durchgef├╝hrt werden.

(7-4) Am 3. M├Ąrz 1972 brach gegen 18 Uhr in der Gummiwarenfabrik Pongs ein Feuer aus, das von der Berufsfeuerwehr, den L├Âschz├╝gen Eilendorf, Brand und Sief erfolgreich bek├Ąmpft werden konnte. Der Brand verursachte einen Schaden von rund einer Million DM.

(8-1) Ein Feuer, das sich am 10. April 1972 bei der Waggonfabrik Talbot vom Kleinfeuer zum Gro├čfeuer entwickelt hatte, musste von der Berufsfeuerwehr und den L├Âschz├╝gen Haaren, Verlautenheide, Eilendorf und Laurensberg gel├Âscht werden. Die sogenannte "Gr├╝ne Halle" brannte in voller Ausdehnung. Erst nach mehreren Stunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Drei Feuerwehrmitglieder wurden dabei leicht und einer schwer verletzt. Der Sachschaden wurde auf ├╝ber 10 Millionen DM gesch├Ątzt.

(9-1) Seit Gr├╝ndung der Feuerwehr geh├Âren Steiger├╝bungen zur Feuerwehrausbildung. F├╝r solche ├ťbungen war an der R├╝ckseite der Schule Nirmerstra├če ein "Steigerturm" angebaut, der auch als Schlauchturm genutzt wurde. Als die neuen Ger├Ątehallen an der Von-Coels-Stra├če fertiggestellt waren und die Berufsfeuerwehr die Schlauchpflege zentral ├╝bernommen hatte, war der Steiger-/Schlauchturm ├╝berfl├╝ssig und wurde 1972 abgerissen. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Steigerturm der Berufsfeuerwehr zu ├ťbungszwecken genutzt.

(10-1) Im Zuge einer Neuordnung fasste man im Mai 1972 die L├Âschz├╝ge Eilendorf und Verlautenheide zu einer Feuerwehrbereitschaft zusammen. Bereitschaftsf├╝hrer wurde Karl Sion. Die neue Feuerwehrbereitschaft ├╝bernahm zehn Fahrzeuge, die vom Dezernenten Peter Hanl ├╝bergeben und in Eilendorf und Verlautenheide stationiert wurden. Allerdings wurde diese Feuerwehrbereitschaft bereits im Juni 1973 aufgrund eines neuen Bundesgesetzes wieder aufgel├Âst.
Die Bundesfahrzeuge blieben weiter bei den L├Âschz├╝gen Eilendorf und Verlautenheide stationiert. Die Fahrzeuge, f├╝r die keine sinnvolle Verwendung erkennbar war, waren kein Gewinn, sondern wegen der anfallenden Pflegearbeiten eine zus├Ątzliche Arbeitsbelastung.

Der Funkkommandowagen (Fukow-Munga DKW-Baujahr 1963), der zu den Fahrzeugen des Bundes geh├Ârte, blieb im Gegensatz zu den anderen Bundesfahrzeugen, die nach und nach ausgemustert wurden, im Bestand vom kommunalen Fahrzeugpark des L├Âschzuges. Der Fukow, der bereits 1970 mit Lackierung und Verdeck in Farben der Bundeswehr beim L├Âschzug stationiert wurde, wurde auf Kosten der privaten Kameradschaftskasse des L├Âschzuges umlackiert (RAL3000 rot) und mit einem neuen roten Verdeck versehen. Im Jahr 2013 wurde das Fahrzeug vom "Feuerwehrverein Eilendorf e.V.", gegen Zahlung einer Spende an die Jugendfeuerwehr Aachen, von der Stadt Aachen erworben und wurde dadurch Eigentum des Vereins.

(11-1) Die im Feuerwehrhaus vorgesehenen Wohnungen wurden als Dienstwohnungen f├╝r Feuerwehrangeh├Ârige ausgewiesen. Deshalb schrieb der Wehrleiter Josef Radermacher an den Gemeindedirektor Heinrich Thomas diesbez├╝gliche Antr├Ąge, denen auch entsprochen wurden.
Das neue Feuerwehrhaus mit Wohnungen, das neben den Fahrzeughallen erstellt worden war, ├╝bergab im Rahmen einer Feierstunde im April 1972 der ehemalige B├╝rgermeister Hans Haase dem L├Âschzug.
Aus Kostengr├╝nden waren die Innenr├Ąume nur sehr k├Ąrglich ausgestattet worden. Deshalb finanzierte der L├Âschzug die Materialien f├╝r eine angemessene Innenausstattung selbst. Die erforderlichen Handwerksarbeiten f├╝hrten Mitglieder des L├Âschzuges in der Freizeit aus. Auch die Au├čenanlage erstellten die Mitglieder des L├Âschzuges und die Materialien wurden aus der L├Âschzugkasse bezahlt.

(12-1) Gro├čen Wert legt der L├Âschzug auf eine gute Ausbildung und achtet sehr darauf, dass seine Mitglieder regelm├Ą├čig an ├ťbungen und Schulungen teilnehmen. Solche ├ťbungen und Schulungen sind lehrreich, interessant und nicht immer nur eine ernste Angelegenheit. Gut geschult zu sein ist die Voraussetzung, um im Ernstfall richtig handeln zu k├Ânnen. Gelegentlich muss der L├Âschzugf├╝hrer Mitglieder des L├Âschzuges auch schriftlich anmahnen, regelm├Ą├čig an den ├ťbungen und Schulungen teilzunehmen, und wenn es sein muss, schlie├čt die Wehrleitung auf Antrag des L├Âschzuges auch schon einmal jemanden aus der Wehr aus. Nicht selten erfolgen Zwangsaustritte auch aufgrund von Charakterschw├Ąchen von einem Mitglied. Meistens geben die Zwangsentlassenen gegen├╝ber Dritten dann unwahre Erkl├Ąrungen (M├Ąrchen) ab, weshalb ihre Mitgliedschaft aufgehoben wurde. So versuchte auch der Schreiber des Briefes, den der L├Âschzug im Jahr 1983, 32 Jahre nach seiner unfreiwilligen Entlassung erhielt, seine Person ins rechte Licht zu r├╝cken. Seit Herbst 1973 erfolgt die Grundausbildung der Feuerwehrmannanw├Ąrter aller L├Âschz├╝ge zentral. Auch die weiterbildenden Lehrg├Ąnge werden zentral durchgef├╝hrt und die L├Âschz├╝ge stellen die Ausbilder. Ein Vorteil der zentralen Ausbildung ist, dass bei Spezialthemen immer geeignete Fachausbilder zur Verf├╝gung stehen.

      

(13-1) Viele Jahrzehnte war es Tradition, dass die im Sommer stattfindenden Au├čen├╝bungen mit einem gemeinsamen Kirchgang begonnen wurden.



(14-1) Es war eine gute Entscheidung, die Frauen und Br├Ąute der Mitglieder an au├čerdienstlichen T├Ątigkeiten mehr teilhaben zu lassen.
Dadurch entfielen viele Familiendiskussionen wegen der h├Ąufigen Abwesenheit der Mitglieder von zu Hause und zudem wurde der Gemeinschaftssinn des L├Âschzuges gest├Ąrkt. In der Folge zeigte sich immer wieder, dass viele Aktionen ohne die Mithilfe der Frauen unm├Âglich h├Ątten durchgef├╝hrt werden k├Ânnen.
Genauso viel Wert legte die L├Âschzugf├╝hrung bei Festen und Unterhaltungen auf die Teilnahme der Ehren- und Altersabteilung sowie der Jugendfeuerwehr.



(15-1) Am 30. September 1972 wurde mit allen Fahrzeugen und Mitgliedern eine Nachtfahrt in die Eifel durchgef├╝hrt. Nach einer ├ťbung in einem Eifeldorf wurde Pause gemacht und Verpflegung verteilt.

(16-1) Am 16.03.1973 wurde in der Gastst├Ątte "Lindenhof", Eilendorf, bei einer Mitgliederversammlung der Stadtfeuerwehrverband Aachen gegr├╝ndet. Wehrleiter Starke begr├╝ndete den Sinn und Zweck: "Es gilt, die L├Âschz├╝ge so zusammenzufassen, dass die vereinsm├Ą├čigen Aufgaben und Ziele besser nach au├čen vertreten werden k├Ânnen."

(17-1) Im Herbst 1973 beschlossen die L├Âschzugf├╝hrer, eine Jugendabteilung zu gr├╝nden, in der alle Jugendfeuerwehrmitglieder der Stadt Aachen zentral ausgebildet werden sollen. Leider standen aber nicht immer geeignete Ausbilder zur Verf├╝gung, so dass es oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den L├Âschz├╝gen und der Jugendabteilung kam. Nach mehrmaligen erfolglosen Beschwerden, schrieb Karl Sion 1975 dem Wehrleiter: "Nach heutigem Stand ist die Jugendfeuerwehr wie eine Kinderverwahrschule und keine Jugendabteilung, wie sie das Gesetz vorschreibt." Die Zust├Ąnde in der Jugendabteilung waren f├╝r Karl Sion so unverst├Ąndlich, dass er einen Leserbrief schrieb, der ├╝ber die gr├Â├čte Fachzeitschrift "Feuerwehr-Magazin" bundesweit ver├Âffentlicht wurde.

Die Gruppe des L├Âschzuges Eilendorf bei der Ausbildung mit Friedel Eidneier †


(18-1) Karl Sion konnte im Herbst 1973, aufgrund seiner bei der Feuerwehr erworbenen Kenntnisse in "Erste Hilfe" und seiner Ortskenntnisse, einem auf der Autobahn A 44 verunfallten Pkw-Fahrer das Leben retten. Auf Antrag der Autobahnpolizei Aachen Eschweiler wurde ihm am 02.04.1974 die Auszeichnung "Kavalier der Stra├če" verliehen. N├Ąhere Einzelheiten k├Ânnen dem Pressebericht entnommen werden.

(19-1) Im Sommer 1974 musste der L├Âschzug an einem Samstagmorgen gegen 6 Uhr zusammen mit der Berufsfeuerwehr zu einem Brand in der Steinstra├če ausr├╝cken. Eine Gastst├Ątte brannte in voller Ausdehnung und im Wohnhaus versperrten die Flammen dem Hausbesitzer den Fluchtweg, sodass dieser sich ├╝ber die Dachterrasse in Sicherheit bringen musste. Sein Hund, der ihn durch sein Gebell auf den Brand aufmerksam gemacht hatte, sprang auch von der Dachterrasse in den Innenhof. Auch er ├╝berlebte ohne Blessuren. Die Einsatzkr├Ąfte mussten das Mobiliar und die Holzverkleidungen der R├Ąume entsorgen, um an alle Brandnester zu kommen. Dabei wurde ein getarnter Geldbeh├Ąlter in den Abfallcontainer geworfen. Der Gastwirt und L├Âschzugmitglieder suchten und fanden den Geldbeh├Ąlter. Entstanden war der Brand, der nichts mehr brauchbar lie├č und alle R├Ąume unbenutzbar machte, durch eine defekte Friteuse.

(19-2) In den Jahren 1974 bis 1978 starteten in Eilendorf zwischen 40.000 und 60.000 Reisetauben von polnischen Z├╝chtern, um in die Heimat zu fliegen. Die Mitglieder des L├Âschzuges ├╝bernahmen bei der Ankunft und vor dem R├╝ckflug die Aufgabe, die Tiere zu tr├Ąnken, die Begleitpersonen zu betreuen und die Fahrzeuge zu reinigen, damit diese wieder die Transitstrecke der DDR befahren durften. Auf Einladung der polnischen Taubenz├╝chter fuhren Eilendorfer L├Âschzugmitglieder, der Bezirksbrandmeister Peter Backes und Vertreter der Presse am 26.4.1979 zu einem mehrt├Ągigen Besuch nach Polen. Viele Erfahrungen und Erlebnisse waren beeindruckend. F├╝r uns ungew├Âhnlich und mit einem unbehaglichen Gef├╝hl mussten beim Grenz├╝bertritt DDR/Polen wieder viele Formulare ausgef├╝llt werden. Die Gep├Ąckkontrollen waren nervig und aus unserer Sicht ├╝bertrieben.
Sonderdokumentation "Polenfahrt"



(19-3) Ein besonderes Erlebnis war der Besuch bei der "Schwarzen Madonna" in Czestochowa, einem ber├╝hmten Wallfahrtsort. Das jedoch beeindruckendste Erlebnis war die Besichtigung des Konzentrationslagers Auschwitz mit den Erinnerungen an die Ermordeten und den Einrichtungsgegenst├Ąnden, mit denen die Ermordungen durchgef├╝hrt worden waren.

(20-1) Die Veranstaltung "Rursee in Flammen" war im Juli des Jahres 1975 f├╝r den L├Âschzug eine willkommene Gelegenheit, um im Rahmen der Veranstaltungen am Rursee eine ├ťbung durchzuf├╝hren, die zu einem Wasserschauspiel wurde. Die gesamte Mannschaft und alle Fahrzeuge waren beteiligt. Alle verf├╝gbaren Pumpen wurden eingesetzt, so dass schlie├člich 32 Strahlrohre gleichzeitig Wasser abgeben konnten, das font├Ąnenartig in den See schoss. Im Vorfeld wurden alle (fast alle) Eventualit├Ąten ber├╝cksichtigt, nur nicht der Umstand, dass die Wiese, auf der die Fahrzeuge standen, nach dem Wasserspektakel, das in den Abendstunden bei Dunkelheit stattfand, v├Âllig aufgeweicht wurde. Die Fahrzeuge mussten ÔÇô trotz Allradantrieb ÔÇô von einem PS-starken Traktor auf die Stra├če gezogen werden. Diese Pannenbehebung dauerte bis in die Morgenstunden. Die Organisatoren von "Rursee in Flammen" m├╝ssen von dem Schauspiel und Wasserspektakel begeistert gewesen sein, da sie in den n├Ąchsten Jahren die ortsans├Ąssige Wehr und Nachbarwehren animierten, die Idee des L├Âschzuges Eilendorf zu kopieren. Auch alle Ehefrauen, Br├Ąute und Kinder der L├Âschzugmitglieder nahmen an der Fahrt teil.

(21-1) Im Dezember 1975 beteiligten sich die L├Âschzugmitglieder an der Suche nach einem 80-j├Ąhrigen vermissten Eilendorfer B├╝rger. Erfolglos wurden Waldgebiete abgesucht und die Bev├Âlkerung um Mithilfe gebeten. Leider lag der gesuchte B├╝rger zu diesem Zeitpunkt schon "unerkannterweise" in der Pathologie-Abteilung des Klinikums.

(22-1) Mit dem Wort "Feuerwehr" wird meistens Feuerl├Âschen und Hilfeleistung verbunden. Das dies nicht immer stimmt, bewies im Herbst 1975 die Aktion "Helft uns helfen". Das Ziel der Aktion war, der Behindertenwerkstatt einen Kleinbus zu schenken, um damit die behinderten Besch├Ąftigten zu bef├Ârdern. Es wurden eigene Veranstaltungen, teilweise mit hohem Kostenrisiko, durchgef├╝hrt und Spenden bei Veranstaltungen von Vereinen im Saalbau Geulen gesammelt. Nach f├╝nf Monaten zeitaufwendiger Arbeit konnte, mit finanzieller Unterst├╝tzung durch Freunde, der Kleinbus bei einer Festmatinee im Beisein von Oberb├╝rgermeister Kurt Malangr├ę und vielen Vertretern des ├Âffentlichen Lebens ├╝berreicht werden.


(22-2) Zus├Ątzlich wurden 5.000 DM zum Bau eines Behindertenheims ├╝bergeben. Dieser Betrag konnte nur durch Veranstaltungen mit K├╝nstlern wie: Udo J├╝rgens, Udo Lindenberg, Heino, Rudolf Schock und Karel Gott, die hohe Gagen bekamen und dadurch f├╝r den L├Âschzug ein enorm hohes finanzielles Risiko waren, erwirtschaftet werden. Die Veranstaltungen waren f├╝r die Behindertenhilfe von gro├čem Nutzen und brachten dem L├Âschzug und der gesamten Feuerwehr Aachen einen gro├čen Imagegewinn. Da das finanzielle Risiko nicht kalkulierbar war wies der Wehrleiter J. Starke schriftlich darauf hin, dass die Stadt Aachen keinerlei Haftung bei einem eventuellen Verlust ├╝bernehmen werde. Dadurch ging das gesamte Risiko auf Karl Sion als Privatperson ├╝ber. Verwunderlich war, dass der Wehrleiter an allen Veranstaltungen, durch vom L├Âschzug geschenkte Eintrittskarten, teilnahm. Als Dank erhielt der L├Âschzug ein von Behinderten angefertigtes Bild, das den Schulungsraum des L├Âschzuges versch├Ânert. Trotz allem Nutzen f├╝r die Behinderten gab es bei der Aktion einen Wermutstropfen, als ein unglaublicher Vorgang bekannt wurde: Knapp zwei Jahre nach der ├ťbergabe hatte ein L├Âschzugmitglied beim Zocken mit einem Autodealer den vom L├Âschzug verschenkten Bus, der beim Kauf fast 17.000 DM gekostet hatte, als Ersatz f├╝r den Spieleinsatz von 1.100 DM gewonnen und nutzte ihn als Lieferwagen. Als die L├Âschzugmitglieder davon erfuhren, waren sie verst├Ąndlicherweise ver├Ąrgert.

(23-1) Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr musste der L├Âschzug im M├Ąrz 1976 zum Bauernhof Keusch an der Von-Coels-Stra├če ausr├╝cken, da sich dort ein Feuer zum Gro├čbrand entwickelt hatte. Sechs Rinder kamen in den Flammen um, die Scheune und der Stall wurden zu Schutt und Asche. Der Sachschaden wurde auf 50.000 DM gesch├Ątzt.

(24-1) Als in der Aachener Sedanstra├če am 10. Juni 1976 das Lager der Holzhandlung Rein in Flammen stand, war auch der L├Âschzug Eilendorf fast drei Tage im Einsatz. Rund 300 Feuerwehrm├Ąnner der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr l├Âschten im Schichtdienst. Durch diesen Einsatz wurden diejenigen, die die Existenzberechtigung einer freiwilligen Feuerwehr neben der Berufsfeuerwehr bezweifelten, eines Besseren belehrt.

(24-2) Als Verantwortlicher einer Organisation erh├Ąlt man selten Dank, aber ├Âfter unangebrachte Kritik. Wenn Dank erteilt wird, freuen sich auch Vorgesetzte.

(25-1) Bei einem Brandeinsatz auf der sogenannten "Shiloh-Ranch" im M├╝selterweg zeigte sich, wie wichtig es f├╝r aktive Feuerwehrmitglieder ist, Einsatzgegebenheiten einzu├╝ben um im Ernstfall die Feuerwehrger├Ątschaften richtig bedienen zu k├Ânnen. Bei diesem Einsatz verwechselte ein L├Âschzugmitglied die Wasseranschl├╝sse am Fahrzeug und deshalb wurde die Wasserweitergabe zur Brandbek├Ąmpfung enorm verz├Âgert. Ein Fehler, der nicht vorkommen darf. Ein Fehler, der auch nicht vorkommen darf, war das Verhalten von L├Âschzugf├╝hrer Karl Sion. Entgegen aller Vorschriften stieg er ungesichert auf das nasse und mit Moos bewachsene Eternitdach der Scheune und rutschte - zur Belustigung der Einsatzkr├Ąfte - wie auf einer Sprungschanze in das abgel├Âschte Stroh. F├╝r ihn war sein "Abrutscher" insofern eine Lehre, als dass er k├╝nftig nicht nur bei anderen auf die Einhaltung der Vorschriften achtete, sondern auch f├╝r sich selbst keine Ausnahmen in Anspruch nahm.

(25-2)

(26-1) Die Mitglieder des L├Âschzugs nahmen regen Anteil am Eilendorfer Vereinsleben, sodass der L├Âschzug in der Vereinsgemeinschaft eine nicht unwichtige Rolle spielte. Mehrere Jahre stellte er beim Volksradfahren, das in Eilendorf durchgef├╝hrt wurde, die teilnehmerst├Ąrkste Gruppe und errang dadurch den Wanderpokal. In den Sommermonaten wurden des ├ľfteren Nass-├ťbungen auf den Eilendorfer Sportpl├Ątzen durchgef├╝hrt, um die Rasenfl├Ąchen zu bew├Ąssern. Diese Hilfe wurde von den Sportvereinen gerne angenommen, aber nach einer B├╝rgerbeschwerde vom Wasserwerk verboten. Die Begleitung der Martinsz├╝ge, der Fronleichnamsprozession, die aktive Beteiligung an Pfarr- und B├╝rgerfesten sind eine Selbstverst├Ąndlichkeit.

      

(26-2) Anl├Ąsslich des Pfarrfestes von St. Severin im September 1978 bot der L├Âschzug der Bev├Âlkerung bei Dunkelheit ein Wasserspiel mit Illumination, wie es in Eilendorf noch nie zu sehen war.

(26-3) Der Fu├čballnationalspieler Herbert "Hacki" Wimmer stattete beim ,Tag der offenen T├╝r' dem L├Âschzug einen unangek├╝ndigten Besuch ab, der vor allem alle Fu├čballfans erfreute.

(27-1) Mit Schreiben vom 8. Mai 1978 versetzte der Wehrleiter, Joachim Starke, den Ger├Ątewart aufgrund seines Gesundheitszustandes und seiner Interessenverlagerung im Alter von nur 44 Jahren in die Altersabteilung und nicht in die Ehrenabteilung. Nachfolger wurde Friedel Sistermann, der dieses Amt bis zu seiner ├ťberstellung in die Ehrenabteilung im Jahr 2007 vorbildhaft versah.

(28-1) Dass die Feuerwehr feiern kann, stellte sie dadurch unter Beweis, dass sie sich Jahr f├╝r Jahr zahlreich am Karnevalsgeschehen beteiligte. Eigene karnevalistische Veranstaltungen, die Karl Sion organisierte und Klaus Mannheims unterhaltsam als Sitzungspr├Ąsident leitete, wie auch die Teilnahme am Karnevalszug, waren Tradition. Die Karnevalsveranstaltungen, die haupts├Ąchlich im Saalbau Geulen stattfanden, wurden meistens von 800 - 1000 G├Ąsten besucht. Auch der Aachener Oberb├╝rgermeister, Vertreter der Eilendorfer Vereine und Kirchengemeinden sowie 1982 der Pr├Ąsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hinrich Struve, besuchten die Veranstaltungen. Der Pr├Ąsident bedankte sich schriftlich f├╝r seine Teilnahmem├Âglichkeit. Diese Veranstaltungen konnten ab dem Jahr 1989 aus finanziellen Gr├╝nden nicht mehr durchgef├╝hrt werden, da die Gagen der Auftretenden und die Nebenkosten zu hoch geworden waren.

Eine Besonderheit dieser Veranstaltungen war, dass immer mindestens 150 Freikarten an finanziell unterst├╝tzungsbed├╝rftige B├╝rger verteilt wurden. Au├čerdem wurden Gehbehinderte mit Feuerwehrfahrzeugen zum Veranstaltungsort hin- und von dort wieder zur├╝ckgefahren. Dieses Angebot war in Eilendorf einmalig. Damit die Wehrleitung dem L├Âschzug bez├╝glich der Karnevalsveranstaltungen keine Vorschriften machen konnte, wurde der Verein "Freiwillige Freunde Eilendorf", der nicht im Vereinsregister eingetragen wurde, gegr├╝ndet.
Der Verein hatte einen eigenen Orden (mit Urkunde) kreiert, der an ausgew├Ąhlte Personen verliehen wurde.

Nennenswert ist eine Begebenheit aus dem Jahr 1978: Wenige Tage vor Karneval wurde das Mitglied Friedel Sistermann im Krankenhaus operiert und er durfte deshalb, auf ├Ąrztliche Anordnung, nicht aktiv am Karnevalszug teilnehmen. Kurzerhand montierten L├Âschzugmitglieder auf einem geeigneten Feuerwehrwagen ein Liegebett und Friedel S. konnte in Eilendorf und Aachen im Karnevalszug mitfahren.

                    

(29-1) Rauchwolken auf dem Gel├Ąnde der Firma Wertz zeigten am 11. Mai 1978 einen gr├Â├čeren Einsatz an. Eine Halde mit aufgestapelten Schrottautos war in Brand geraten und es bestand die Gefahr, dass sich das Benzin, das noch in den Tanks war, entz├╝ndete und es zu einer Explosion kommen w├╝rde. Das trat aber gl├╝cklicherweise nicht ein. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr konnte der L├Âschzug den Brand schnell unter Kontrolle bringen.

(30-1) 1978 verteilte der L├Âschzug in gro├čer Anzahl "Rettende Atemmasken". Sie sollten helfen, bei der Wiederbelebung von verunfallten Personen die Ekelbarriere zu ├╝berwinden. Da diese lebensrettende Hilfe sinnvoll war, brachte die Verteilung dem L├Âschzug viel Lob und Anerkennung. Besonders gelobt wurde die Idee der Vorsorge.

(31-1) 1965 wurde es m├Âglich, dass wehrdienstpflichtige junge M├Ąnner statt Dienst bei der Bundeswehr einen Ersatzdienst bei einer anerkannten Hilfsorganisation ableisten konnten und so kamen auch etliche Ersatzdienstler zur Feuerwehr. Die Ersatzdienstverpflichtung galt f├╝r zehn, sp├Ąter f├╝r acht Jahre. Allerdings stellte sich nach kurzer Zeit bei den meisten Dienstverpflichteten heraus, dass sie als Feuerwehrmitglieder ungeeignet waren. Sie waren f├╝r die Gemeinschaft "Feuerwehr" kein Gewinn, sondern eine Belastung. Es gab immer wieder ├ärger wegen ├ťbungsnichtteilnahme, Querelen und Auseinandersetzungen wegen angeblich zu gro├čer Arbeitsbelastung, Nichterscheinen bei Eins├Ątzen usw. Deshalb traten die meisten, sogenannten "Freigestellte", auch nach Ablauf der Verpflichtungszeit aus der Feuerwehr aus.

(32-1) Viele Jahre sorgte der L├Âschzug f├╝r ein imposantes Martinsfeuer und verteilte an die Kinder des Martinszuges Weckm├Ąnner. Diese Tradition wurde beendet, als einige Eltern der Kinder meinten, die Regularien bestimmen zu m├╝ssen.

      

(33-1) "Die Russen kommen" war das Losungswort einer gro├čen Katastrophen-schutz├╝bung, die f├╝r Samstag, den 27. Oktober 1979, vom Regierungspr├Ąsidenten angeordnet worden war. Einzelheiten k├Ânnen dem Pressebericht entnommen werden. Bei dieser ├ťbung erntete der L├Âschzug von den Offiziellen gro├čes Lob f├╝r die gute Pflege der Einsatzfahrzeuge und Ger├Ąte. Besonders interessant sind im Pressebericht die Anmerkungen ├╝ber die "Teetrinker".

(33-2) Am 1. April 1980 er├Âffnete Karl Sion ein Fachberatungsb├╝ro f├╝r Heizungs- und Sanit├Ąranlagen. Hauptkunden waren Ingenieur- und Planungsb├╝ros. Durch die berufliche Selbstst├Ąndigkeit konnte Karl Sion seinen Zeitaufwand f├╝r die Feuerwehr besser planen. Viele Kunden stellten auch Fragen zum Brandschutz, sodass Beruf und Hobby verbunden werden konnte.

(33-3) Anfang April 1980 konnte Josef Contzen auf 40-j├Ąhrige aktive Dienstzeit bei der Feuerwehr zur├╝ckblicken. Sein "Fest" wurde im gro├čen Kreis vieler Ehreng├Ąste am 26. April 1980 gefeiert. Hier ├╝ber Josef Contzen ausf├╝hrlich zu berichten, hie├če "Eulen nach Athen" tragen. Wir empfehlen den Bericht der Aachener Volkszeitung vom 3. April 1980.

(34-1) Im Fr├╝hjahr des Jahres 1980 startete der L├Âschzug eine gro├če humanit├Ąre Hilfsaktion f├╝r Polen. Hilfsg├╝ter in Form von Lebensmitteln, Kleidung, Arzneimitteln und medizinischen Ger├Ąten usw. wurden gesammelt und haupts├Ąchlich von den Frauen der Feuerwehrmitglieder sortiert und verpackt. Die Aktion traf auf ein positives Echo in der Aachener Presse, deren Berichterstattung wesentlich zum Erfolg beitrug. Selbst das bundesweite Fernsehen berichtete ├╝ber die Aktion. Die Fahrt nach Polen war ein gro├čes Abenteuer, aber auch gleichzeitig eine Fahrt, die den Feuerwehrmitgliedern auf angenehme Art und Weise Fahrpraxis vermittelte, die zum sicheren Lenken von Feuerwehrfahrzeugen erforderlich ist. die zum sicheren Lenken von Feuerwehrfahrzeugen erforderlich ist. Vor der Abfahrt w├╝nschte Oberb├╝rgermeister Kurt Malangr├ę allen Teilnehmern eine gute Fahrt und Monsignore Wolfgang R├Âmer segnete die Polenfahrer/-innen. Zur Verabschiedung fand sich auch Bezirksbrandmeister Peter Backes ein, um Gl├╝ck zu w├╝nschen. Als die Helfer und Helferinnen zwei Tage sp├Ąter in Katowice/Polen haltmachten, waren sie erstaunt, dort Monsignore R├Âmer anzutreffen und zu erfahren, dass dieser Domherr der polnischen Kirche war.
Auch Papst Joannes Paulus II. bedankte sich schriftlich am 22. September 1981 f├╝r die humanit├Ąre Hilfe, die sein Vaterland durch den L├Âschzug Eilendorf erhalten hatte.
Sonderdokumentation "Polenhilfe"

(35-1) Als im Jahr 1980 einige B├╝rger den Vorschlag machten, im Turm des Geb├Ąudes der Bezirksverwaltung am Heinrich Thomas Platz eine Uhr einbauen zu lassen, entschloss sich die Eilendorfer Vereinsgemeinschaft diese zu finanzieren.Es wurden Vereinsfeste, Saalveranstaltungen mit gro├čer Tombola usw. zu Gunsten der Uhrfinanzierung veranstaltet. Die erste gro├če Spende in H├Âhe von 2.500.11 DM erfolgte durch den L├Âschzug Eilendorf. Der L├Âschzug hatte f├╝r diesen Zweck einen ausgemusterten Einsatzleitwagen, einen "VW K├Ąfer", versteigert. Alle Eilendorfer Vereine beteiligten sich an der Uhr-Aktion, erfuhren aber vom damaligen Bezirksvorsteher und Schirmherrn der Aktion nicht die Ein- und Ausgaben der Veranstaltungen, und auch nicht die Kosten der Uhr.

(36-1) Seit dem Jahr 1980 f├╝hrt die Feuerwehr Aachen j├Ąhrlich einen Leistungsnachweis durch, der aus praktischen und theoretischen Aufgaben besteht. Die Teilnahme ist freiwillig und trotzdem stellen sich j├Ąhrlich immer 15 bis 17 Mitglieder des L├Âschzuges diesem Test. Der L├Âschzug und jeder Teilnehmer erh├Ąlt nach bestandener Pr├╝fung eine Urkunde.


Auch "Alte Hasen" stellen sich diesem Leistungstest um zu beweisen, dass sie noch nicht zum "alten Eisen" geh├Âren.


v.l.: Andre Blum - Hardy Noppeney - Karl Sion - Josef Krings - Klaus Mannheims - Norbert Lautermann - Michael Jungheim - Uwe Paland - Dieter Kamphausen

(37-1) In der Chronik von 1983 ist dokumentiert, dass bereits im Jahr 1964 eine Gruppe des L├Âschzuges an einem Leistungswettbewerb, der in Stolberg auf Kreisebene stattfand, teilnahm. Die Gruppe, die Oberbrandmeister Josef Radermacher f├╝hrte, wurde in der Wertung 1. Sieger. 1965 nahm auf Bezirksebene eine Gruppe unter F├╝hrung von Brandmeister Karl Ertz in Niederkr├╝chten an dem Leistungswettbewerb teil.

(38-1) Als 1980 aus der Alten Schule an der Nirmerstra├če ein Vereinsheim wurde, finanzierte der L├Âschzug aus der Kameradschaftskasse das Vereinsschild, da angeblich die Stadtkasse daf├╝r keine Geldmittel zur Verf├╝gung hatte.


(99-0) Informationen ├╝ber den L├Âschzug Eilendorf finden Sie unter:

L├Âschzug Eilendorf


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